Schulprogramm

der
FRIEDRICH-EBERT-REALSCHULE
PHILIPPSTR. 30
40878 RATINGEN
TEL. 02102-5504600, FAX: 02102-5509460
EMAIL: FES-RATINGEN@MAIL.ISIS.DE
Homepage: www.friedrich-ebert-realschule.de


Die ursprüngliche Fassung wurde von der Schulkonferenz der Friedrich-Ebert-Realschule am 01. Dezember 1999 genehmigt, diese überarbeitete / erweiterte Fassung liegt der Schulkonferenz im Schuljahr 2005/06 zur Genehmigung vor. .
Grundlage des Schulprogramms war eine großangelegte Fragebogenaktion, die im Schuljahr 1998/99 durchgeführt wurde. Hierbei wurden alle Eltern, alle Schüler und Schülerinnen und das Kollegium gebeten, eine möglichst genaue Beschreibung des Ist-Zustandes der Friedrich-Ebert-Realschule zu tätigen. Mit der Auswertung des
Datenmaterials dieser Beschreibung wurden auch die Schwerpunkte der Arbeit für die nächsten Jahre festgelegt.
Im Schuljahr 2004/05 machte sich die Arbeitsgruppe dann daran, das bestehende Schulprogramm zu überarbeiten und die Ergebnisse der Arbeit der letzten Jahre in das Programm mit aufzunehmen.
Aus der Vielzahl der möglichen Elemente eines Schulprogramms haben wir im folgenden die Aspekte ausgewählt, die für unsere Schule derzeit am relevantesten sind. Dieser Entwurf des überarbeiteten Schulprogramms liegt
allen Mitwirkungsorganen derzeit als Diskussionsgrundlage vor.

HINWEIS: IM FOLGENDEN STEHT DIE VERWENDUNG MÄNNLICHER
BEZEICHNUNGEN IMMER FÜR BEIDE GESCHLECHTER.


Ratingen, den 22. April 2005 

( M e l z e r ) Schulleiterin

Unsere Pädagogischen Ziele

Wir ermutigen die Schüler/die Schülerinnen ihre Kräfte zu entwickeln, ihre Persönlichkeit zu entfalten und ihre Zukunftsperspektiven zu entdecken und die dafür notwendigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Einsichten zu erwerben. Wir geben den Schülern/Schülerinnen Anregungen und Hilfen, ihre Individualität zu entfalten und zu selbständigen, verantwortlichen Menschen zu werden.

Deshalb bemühen wir uns als Lehrer, unsere Schüler nicht nur durch unseren
Unterricht in folgenden bereichen zu erziehen und zu fördern:

(Die Reihenfolge stellt dabei keine Wertung dar.)

a) Leistungsbereitschaft
b) Soziale Handlungsfähigkeit (Hilfsbereitschaft, Toleranz, Rücksichtnahme)
c) Selbstständigkeit
d) Teamfähigkeit
e) Selbstdisziplin (Pünktlichkeit, Ordnung, Höflichkeit etc.)
f) Kritisches Denken
g) Kreativität
h) Gewaltfreiheit
i) Positives Denken

Von unseren Schülern/unseren Schülerinnen erwarten wir:
a) Lernbereitschaft und -fähigkeit,
b) Arbeitswillen,
c) Engagement,
d) Eigeninitiative und
e) die Bereitschaft, sich in eine Gemeinschaft einzuordnen.

Von den Eltern erwarten wir:
a) aktives Interesse an dem, was in der Schule geschieht,
b) die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Erziehung der Kinder,
c) die Unterstützung der Arbeit der Schule

Unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten in den einzelnen Jahrgangsstufen

Zu den wesentlichen , die gesamte Schülerschaft betreffenden  Aufgaben zählen
die Gesundheitserziehung und die Verkehrserziehung  

Hier geht es zu den Detailinformationen >>>  Gesundheitserziehung
Hier geht es zu den Detailinformationen >>>  Lehrplan Verkehrsunterricht

Klasse 5

    - Empfang der neuen Klassen 5 am zweiten Schultag im Rahmen einer kleinen Feier
    ...die von den Schülern der 6. Jahrgangsstufen organisiert wird
    - Zu Beginn des Schuljahres: 2-3 Projekttage zum Kennenlernen der neuen Klasse
    - Der Unterricht der Klassenstufen 5 + 6 liegt in den Händen weniger Lehrer
    - Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht
    - Fächerübergreifende Projekte zu bestimmten Themen
    - Einführung in die Arbeit der Stadtbibliothek/Mediothek
    - Besuche von Theatervorstellungen, Museen etc.
    - Chor
    - Schülerarbeitsgemeinschaften Sport (geleitet von Schülern der Klassenstufe 9+10)
    - Individuelle Stärkung des Einzelnen und der Klassengemeinschaft, z.B. durch das
    ...Projekt ALF (siehe Baustein Beratung)
    - Fächerübergreifendes Arbeiten an Methoden und Techniken des Lernens (siehe
    ...Baustein Lernen lernen)
    - Grundbildung Informatik

Klasse 6
    - Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
    - Projekttage in den Fächern Geschichte, Biologie, Textilgestaltung, Kunst und
    ...Musik
    - Neueinführung des Faches Geschichte
    - Theater-, Konzert- und Museumsbesuche
    - Chor
    - Teilnahme am Lesewettbewerb des deutschen Buchhandels
    - Mehrtägige Klassenfahrt
    - Kooperation mit der Stadtverwaltung im Fach Erdkunde (siehe Baustein
    ...Kooperationsvertrag)
    - Fortführung des Projekts ALF
    - Ab 2006/07 Einführung in das Fach Französisch
Klassen 7
    - Einführung in das Fach Chemie
    - Projekttage in den Fächern Textilgestaltung, Geschichte und Kunst
    - Intensive Zusammenarbeit mit der Bibliothek in Ratingen
    - Grundbildung Informatik
    - Theater-/Konzert- und Museumsbesuche

    Ab 2007/08: Beginn der Neigungsdifferenzierung, d. h. die Schüler wählen neben den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik ihr 4. Klassenarbeitsfach für die nächsten 4 Jahre selbst aus. Differenzierungsangebote (derzeit ab Kl. 8) sind: Biologie, Physik, Französisch, Sozialwissenschaften, Kunst

Klasse 8
    - Fächerübergreifende Projekte zum Thema "Gewalt"
    - Projekt im Rahmen des Deeskalationstrainings
    - Einführung in PowerPoint und andere Präsentationstechniken
    - Einführung des Faches Praktische Philosophie als Alternative zum konfessionellen
    ..Religionsunterricht
    - Kooperation mit der Stadtverwaltung in den Fächern Sozialwissenschaften und
    .. Biologie für die entsprechenden Kurse
    - Teilnahme an Theater- und Konzertveranstaltungen/Museumsbesuche
    - Projekttage, zum Beispiel im Fach Textilgestaltung/Kunst
Klasse 9
    - Intensive Zusammenarbeit mit der Berufsberatung
    - Projektwoche zum Thema Berufswahlreife
    - 2-wöchiges Betriebspraktikum
    - Workshops zum Thema Berufswahlreife
    - Fächerübergreifende Projekte zum Thema Berufswahlreife
    - Weiterführung des Faches Praktische Philosophie
    - Wahlpflichtangebote in den Bereichen Sport, Hauswirtschaft, Technik, Gartenbau,
    .. Informatik, Theater usw.
    - Projekt Mädchen- und Jungenförderung
    - Wahlmöglichkeit zwischen den Fächern Musik, Kunst und Textilgestaltung
    - Theater, Konzert- und Museumsbesuche
    - Zusätzlicher Unterricht zur Förderung der Sprachkompetenz (wenn personell
    ..möglich)
Klasse 10
    - Fortführung des Projekts Berufswahlreife (mit Betriebserkundungen etc.)
    - Fortführung des Faches Praktische Philosophie
    - Mehrtägige Abschlussfahrt
    - Teilnahme am Börsenspiel der Stadtsparkassen
    - 3 Projekttage zu selbstgewählten Thematiken
    - Theater, Museums- und Konzertbesuche
    - Zusätzliche weitere Angebote im Wahlpflichtbereich, z.B. Informatik für
    .. Fortgeschrittene, Literatur, Mathematik
    - Kooperation mit der Stadt Ratingen in den Fächern Religionslehre/Praktische
    .. Philosophie/ Geschichte/ Politik
    - Gemeinsames Abschlusssportfest
    - Abschlussfeiern

Klassenübergreifende Aktivitäten

Alle hier stichwortartig aufgelisteten Aktivitäten und Schwerpunktsetzungen können
immer nur einen kurzen, letztendlich unvollständigen Einblick in die Arbeit der Schule
geben.

a) im Bereich Sport
    - Spielefest
    - Teilnahme an Kreismeisterschaften etc.
    - Arbeitsgemeinschaften von Schülern für Schüler in sportlichen Bereichen
b) Schülerzeitung
c) Streitschlichterprogramm (s. "Baustein Soziales Lernen")
d) schuleigener Sanitätsdienst (durch Schüler/Schülerinnen, die dafür ausgebildet wurden)
e) Mädchenförderung (z. B. in Informatik und Sport)
f) Arbeitsgemeinschaften von Schülern für Schüler
g) Nachhilfeunterricht von Schülern für Schüler
h) Regelmäßige Projekttage der ganzen Schule zu bestimmten     Themenstellungen
i) Zusammenarbeit mit unterschiedlichen außerschulischen Institutionen (s.Bausteine)
j) etc.

Wir haben deshalb im weiteren Verlauf die Aspekte herausgegriffen, die für uns ganz besonders wichtige BAUSTEINE des Schulprogramms der Friedrich-Ebert-Realschule sind.

"Baustein Beratung"

Schon immer wurde und wird auf die persönliche Beratung der Schülerinnen und Schüler und 
deren Eltern großer Wert gelegt, denn die Schulleitung wie auch die Klassen-, Fach- und SV-Lehrer 
sehen Beratung als eine Kernaufgabe an. Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel führt seit
 geraumer Zeit zu veränderten und erweiterten Problemfeldern auch an unserer Schule, so dass 
die Schulkonferenz im Schuljahr 1998/99 einen erhöhten Beratungsbedarf feststellte und einen 
Beratungslehrer beauftragte, der für die Bereiche "Gesundheitserziehung und Suchtvorbeugung", 
"Lern- und Verhaltensschwierigkeiten" wie auch für besondere "Krisen und Konflikte" zuständig 
ist. Schwerpunkte der Arbeit sind persönliche Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern, aber 
auch mit Kolleginnen und Kollegen im Sinne einer kollegialen Fallberatung. Je nach Dringlichkeit 
finden die Gespräche sehr kurzfristig statt, andernfalls in der festen wöchentlichen Sprechstunde. 
Maßnahmen zur Gesundheitserziehung und Suchtvorbeugung sind wichtige Aufgaben praktisch 
aller Fächer und Unterrichtenden in allen Jahrgangsstufen. Information und Beratung über 
potentielle Gefahren und "richtiges" Verhalten können aber allein ein Suchtverhalten nicht verhindern. Erfolgversprechender ist es, die Kinder von vornherein zu selbstbewussten und ausgeglichenen 
Persönlichkeiten zu erziehen. Dafür ist die Erziehungsarbeit der Eltern von entscheidender Bedeutung. 
Die Schule unterstützt diesen frühpräventiven Ansatz u. a. durch die Einführung des Projektes "ALF"
 (Allgemeine Lebenskompetenzen und Fertigkeiten) im 5. Jahrgang. Dieses Programm trainiert zum
 einen zu schützende Lebensfertigkeiten der Schüler (z. B. "Nein-sagen-können", Kommunikations- 
u. Konfliktfähigkeit, Stressbewältigung) und fördert die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. 
Zum anderen bezieht "ALF" auch Eltern verstärkt in die Auseinandersetzung mit dieser Problematik ein (Elternabende, projektbegleitende Kooperation, verstärkte Reflexion). Das Projekt "ALF" wird 
fachmännisch begleitet durch die Diakonie in Ratingen, die im übrigen schon lange ein kompetenter
 und hilfreicher Partner der Schule in allen Fragen der Suchtberatung/Gesundheitserziehung ist. 
Darüber hinaus werden eine Reihe von Kontakten zu schulischen und außerschulischen Partnern 
- hier insbesondere den Ratinger Jugendhilfeeinrichtungen - gepflegt. Dieses "Netzwerk" erleichtert 
zum einen schnelle und unbürokratische Hilfen, die auf den Einzelfall abgestimmt sind, zum anderen
 werden Angebote und Anregungen "von außen" in die Schule hineingetragen. So ist z. B. bei den
 Eltern- und Schülersprechtagen nunmehr eine Vertreterin des Kinderschutzbundes zugegen. Es gibt
 darüber hinaus Kooperationen mit der Diakonie in Ratingen (siehe Projekt "ALF"), dem Jugendamt, 
dem SKFM (Sozialdienst katholischer Frauen und Männer) und dem Kinderschutzbund. Was die 
schulischen Partner betrifft, sollen insbesondere die Kontakte zu Grundschulen intensiviert, aber 
auch die bestehende Zusammenarbeit mit dem benachbarten Berufskolleg ausgebaut werden, hier vor allem in den Bereichen Informatik, schulische Weiterbildung und Berufswahlvorbereitung.
Regelmäßige Treffen in zwei Arbeitskreisen1 ermöglichen einen intensiven Erfahrungsaustausch und stetige begleitende Fortbildung.

________________
1 a) AK Beratungslehrer in Hilden
...b) AK Gesundheitserziehung und Suchtprophylaxe

Exkurs: Sozialarbeit als Teil der Beratung

Schule hat sich verändert, da sie sich den gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen anpassen muss. Für alle an Schule Beteiligten ist dies eine immer wichtiger werdende Aufgabe. Immer schwieriger wird es für die Lehrer, diese Aufgaben allein zu bewältigen, immer mehr sind auch die mit Beratung und Hilfe beauftragten "außerschulischen Partner" wie Jugendamt, Caritas etc. von der Zahl der Hilfesuchenden überfordert. Daher versuchen wir mit Hilfe eines Schulsozialpädagogen viele Probleme an der Wurzel zu entschärfen. Schulische Schwierigkeiten können verschiedenste Ursachen haben, von denen die wichtigsten zu benennen sind:

- immer größer werdende Krisen in den Familien, daher z. B. Vereinsamung der Kinder
- abnehmende Leistungsbereitschaft bei zunehmendem Leistungsdruck
- Verlust von vorgelebten Werten bis hin zur "Wohlstandsverwahrlosung"
- fehlende Durchhaltebereitschaft durch völlige Reizüberflutung
- und viele andere mehr

Ein Schulsozialarbeiter/-sozialpädagoge kann hier in Gesprächen viel bemerken, er vermag Zeit aufzubringen um zuzuhören und sich einzufühlen. Ohne seine/ihre Gesprächspartner beurteilen zu müssen kann er sich auf den Weg machen, Schwierigkeiten zu entschärfen und Tipps und Ratschläge verwirklichen zu helfen. Schulsozialarbeit kann 
z. B. hilfreich sein für

Eltern
- die mir ihren Kindern nicht mehr zurechtkommen
- sie sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen
- die mit ihren Kindern vor oder nach schwierigen Lebenssituationen neue
...Möglichkeiten finden wollen.


Schülern
- die mit ihrem Leben und ihren Beziehungen zu anderen Menschen unglücklich sind
- die Drogen konsumieren
- die einsam sind
- die seelisch und körperlich misshandelt werden
- die sich ihren eigenen Ängsten stellen wollen
- die sich überfordert fühlen

Lehrer
- die unter Überforderung leiden,
- die Konflikte besser aushalten wollen
- denen bei Kindern Verhaltensweisen auffallen, denen sie abhelfen wollen

Bitte helfen Sie uns dabei auch weiterhin Sponsoren für diese Form der Hilfe zu finden.



                                                     "Baustein Förderung"  

         Hier geht es zu den Detailinformationen >>>  Förderkonzept

 

Gerade nach ,Pisa' widmen wir der individuellen Förderung leistungsschwächerer Schüler noch mehr Aufmerksamkeit. Das Hauptziel unserer vielfältigen Fördermaßnahmen soll daher sein, durch individuelle Förderung den relativen Schulerfolg unserer Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und die Freude am Lernen zu erhalten. Zu diesem Zweck hat die FES ein Förderkonzept erarbeitet, das u. a. besonderen Wert legt auf:

A. Unterricht

Der Förderung im Unterricht selbst gilt selbstverständlich unser Hauptaugenmerk. Wir fördern im Unterricht durch:

> Methodenvielfalt (hier auch unterschiedliche Sozialformen)
> Binnendifferenzierung
> Medieneinsatz (Baustein "Medienkompetenz")
> Klassenarbeiten: Hier geben die Lehrerinnen und Lehrer unter den schriftlichen
xxArbeiten nicht nur gezielte Informationen über Stärken und Schwächen, sondern geben
xxbei Defiziten auch gezielte Übungsmöglichkeiten an.

B. Besondere Maßnahmen im und um den Unterricht

> Kooperation mit der Stadt Ratingen (Baustein "Kooperation"): Förderung des
xxpraxis- und handlungsorientierten Lernens/ Vernetzung Schule - Lebenswelt/ Förderung
xxvon Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit.
> Förderunterricht in den Klassen 5 + 6 in den Kernfächern Deutsch, Mathematik
xxund Englisch.
> Gezieltes Training für die Klassen 5 mit dem Ziel der Förderung in den
xxBereichen Lerntechniken, Selbstorganisation etc. (Baustein "Lernen lernen")
> Lesewettbewerb (Baustein "Leseförderung"): Unsere Klassen 6 nehmen regelmäßig
xxan den offiziellen Lesewettbewerben teil. Auf diese Weise werden das Interesse am
xxLesen und die Anstrengungsbereitschaft gefördert.
> ALF (Baustein "Soziales Lernen"): Dieses Projekt für die Klassen 5 und 6 fördert
xx insbesondere Kommunikationsfähigkeit, Selbstsicherheit und Problemlösefähigkeit.
> Fächerübergreifendes Lehren und Lernen (Baustein "Fächerübergreifender
xxUnterricht"): Diese Form des Unterrichts in allen Klassenstufen fördert besonders
xxintegratives Denken, besseres Erkennen von Zusammenhängen und flexibleres
xxProblemlösungsverhalten.
> MatheFESt (Baustein "Naturwissenschaften"): Jeden Monat wird eine mathematisch
xx-naturwissenschaftliche Aufgabe für je 2 Jahrgangsstufen (5/6, 7/8, 9/10) angeboten und
xxein Monatssieger ermittelt.

C. Organisatorische Maßnahmen

Wir sorgen in bestimmten Fachbereichen dafür, dass auch in Kleingruppen gearbeitet
werden kann. Hier sind insbesondere folgende Fächer/ Bereiche zu nennen: WPF II, Textilgestaltung (Klassen 8), Sportunterricht (Schwimmen Klassen 5), Förderunterricht (Klasse 6) und die Fächer der Differenzierung. Darüber hinaus werden Unterrichtsstunden, die für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stehen, für besondere Fördermaßnahmen eingesetzt. Hier sind zu nennen die Bereiche Team- Teaching, Rechtschreibtraining, Hausunterricht für langfristig erkrankte Schülerinnen/Schüler etc..

D. Beratung

Ein besonders wichtiges Element unseres Schulprogramms ist der Baustein ,Beratung'. Ihm kommt vor allem im Bereich der Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten eine große Bedeutung zu.

1. Regelmäßige Sprechzeiten aller Lehrer dienen auch dem Austausch über  Fördermöglichkeiten der einzelnen Kinder 
    in Kooperation mit denxErziehungsberechtigten.
2. Ausgebildete Beratungslehrer mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten helfenxbei der Diagnose und Einleitung 
    von Therapiemöglichkeiten in Fällen von Lernschwierigkeiten, Teilleistungsschwächen, Lernblockaden und vielem 
    mehr.
3. Im Wissen darum, dass Lernschwierigkeiten in vielen Fällen durch große Probleme im privaten, außerschulischen 
    Bereich entstehen, bieten wir durch den Einsatz unserer Diplom-Sozialarbeiterin kompetente Hilfe an.

E. Förderempfehlungen

Den schuleigenen Förderempfehlungen im Zusammenhang mit den Zeugnissen liegt die Beobachtung individueller Leistungsdefizite durch die jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrer zugrunde. Hier werden Beobachtungen formuliert und entsprechende Empfehlungen auf der Grundlage schulinterner Lehrpläne und verbindlicher Lernstandards gegeben. Zielsetzung dieser Förderempfehlung ist stets:
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Eigenverantwortlichkeit für ihren individuellen Lernprozess erkennen, stärken und entwickeln. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Elternhaus.
Nach der Ausgabe der Zeugnisse erfolgt eine persönliche Beratung durch den jeweiligen Fachlehrer mit dem betreffenden Schüler und seinen Erziehungsberechtigten. Die Gespräche haben folgende Zielsetzung:

1. Schärfung des Bewusstseins dafür, dass Lernen ein aktiver Prozess ist, der eigene Anstrengung voraussetzt,
2. Benennung der Lernenden als ,Hauptakteure' und Hauptverantwortliche ihres eigenen Lernens,
3. Beratung der Schüler darüber, wie ihr individueller Förderplan aussieht, d. h.
xxa) in welchen fachlichen Teilleistungsbereichen sie Unterrichtsstoff aufarbeiten oder
xxxxvertiefen müssen,
xxb) wie sie Lernprozesse effektiv gestalten können,
xxc) wie Eltern und Lehrer sie dabei unterstützen können.

Im darauf folgenden Halbjahr überwacht der Fachlehrer die Lernfortschritte des betroffenen Schülers und gibt ihm regelmäßiges ,Feedback'. Diese Rückmeldung erhalten die Eltern an dem jeweiligen regulären Eltersprechtag, bzw. in den Sprechstunden derLehrer.

"Baustein Leseförderung"

......Im Rahmen des Projektes "Öffentliche Bücherei und Schule" (ÖbuS) der Bertelsmann Stiftung vertrat die Friedrich-Ebert-Schule die Schulform Realschule innerhalb der Stadt Ratingen. Ziel dieser mehreren Jahren lang laufenden Zusammenarbeit war die Leseförderung, im weiteren Sinne aber insgesamt die Entwicklung von Medienkompetenz, d. h. des sicheren Umgangs mit Formen der Informationsbeschaffung und -verarbeitung, der Nutzung der umfangreichen Angebote der Präsenzbücherei und Ausleihe, von Zeitung und Zeitschriften der verschiedensten Interessensgebiete und Fachrichtungen, von Kassetten, Videos und CDs sowie des Internetzugangs. Aus der mehrjährigen Erprobung, durch gemeinsame Fortbildungs-veranstaltungen aller Projektbeteiligten und dem Austausch von Projekterfahrungen zwischen den beteiligten Städten haben sich inzwischen feste Strukturen innerhalb der Schuljahresplanung der FES entwickelt, die sich dem obengenannten Anspruch nähern und über "Lesen" als Bestandteil des Deutschunterrichts weit hinausgehen.

Zur Zeit stellt sich das so dar:


Schüler der 5. Klassen
" lernen bei einer Rallye fast spielerisch die Kinder- und Jugendbücherei und deren
x Mitarbeiter als Ansprechpartner kennen,
" erhalten einen Leseausweis,
" stellen Bücherkisten nach Themen oder als Wunschkiste einzelner Gruppen für ihre
xxKlassenbücherei zusammen,
" kommen zu einer zweiten Entdeckungsreise (Führung) durch das Medienzentrum nach
xeinigen Monaten wieder,
" packen zum Schuljahresende einen (persönlichen) Bücherrucksack für Regentage

In Klasse 6
" fordert der Lesewettbewerb zur Beschäftigung mit Büchern, Kassetten und Autoren xxauf,
" wird der Lesewettbewerb im Lesecafe des Medienzentrums ausgetragen,
" findet, wenn bezahlbar, eine Autorenlesung statt.

Die 7. Klassen
" starten erneut eine Entdeckungsreise durch das Medienzentrum,
" erlernen den Umgang mit dem Computer und Katalogen,
" treffen sich ggf. zu einem kreativen Leseabend und/oder entwickeln Spielszenen
xxfür Schwarzlichttheater oder Stabpuppenspiel
" vergleichen Buch- und Filmfassungen von Jugendromanen.

Die Jahrgangsstufen 8, 9 und 10
" nutzen das Medienzentrum als außerschulischen Lernort, allein oder als
xxLerngruppe, unterstützt durch die Mitarbeiter der Bücherei
" führen mittels Recherche in Zeitschriften (Magazinen), Zeitungen und Internet
xxUnterrichtsprojekte besonders zu aktuellen Themenstellungen durch
" nutzen dank großzügiger Überlassung der Computer und Internetzugänge die
xxBücherei als Anlaufstelle und Informationsbörse während der Projektwoche zur
xxBerufswahlvorbereitung der Klassen 9

Für alle Jahrgangsstufen und Fächer, für Projekte und Klassenfahrten sind Bücherkisten selbstverständlich geworden.Das Medienzentrum wird nicht zuletzt wegen seiner schulnahen Lage ein wichtiger außerschulischer Lernort für die Schüler dieser Schule bleiben.

"Baustein Medienkompetenz"

Hier geht es zu den Detailinformationen >>>   Medienkonzept

Die Friedrich-Ebert-Schule verfügt derzeit über 2 EDV - Fachräume, in denen unseren Schülern zur Zeit 32 internetfähige Rechner zur Verfügung stehen. Zentrales Anliegen der "Medienkompetenz" ist die verstärkte Berücksichtigung technischer und unterrichtsmethodischer Weiterentwicklung in Bezug auf neue Medien. Zielsetzung ist dabei die Förderung des handlungsorientierten Unterrichts sowie die Umsetzung von schüleraktivem, selbstgesteuertem Lernen. Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben bereits Erfahrungen mit dem Computer. Diese sind jedoch häufig auf den Umgang mit Computerspielen und das Internet reduziert. Die Schule hat die Aufgabe, diese einseitigen Vorkenntnisse auf eine breite Basis zu stellen und für die Schüler sinnvoll nutzbar zu machen. In einer von Medien und Informationstechnologien geprägten Erfahrungswelt erscheint es unerlässlich die Schüler zu einem sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Handeln zu befähigen. Dazu erwerben die Schüler folgende Fähigkeiten:

- Wahrnehmungskompetenz (Medien verstehen)
- Verarbeitungskompetenz (Medien aufnehmen, reflektieren, verarbeiten)
- Beurteilungs- und Selektionskompetenz (Medien beurteilen und auswählen)
- Kritische Nutzungskompetenz (Medien für bestimmte Zwecke auswählen)
- Kreative Handlungskompetenz (Medien selbst produzieren)
- Multimediale Kompetenz (Hypermediale Lernsysteme als Informationsquelle nutzen)
Derzeit sind die einzelnen Fächer in den verschiedenen Jahrgangsstufen wie folgt an der Entwicklung von Medienkompetenzen beteiligt:


Jahrgang 5 6 7 8 9 10
Grundbildung Basis - - - - -
Politik - Kritische
Distanz
Kritische
Distanz
PP
Encarta
- -
Mathematik - - Excel - Excel -
Deutsch - - - Word
Internet
Word
Internet
Video
Kunst - - - Paint Shop - -
Englisch - - - - - Video


Darüber hinaus wird auch fachspezifische Software in einzelnen Fächern eingesetzt. Lernen mit neuen Medien bedeutet nicht, dass durch das Medium Computer herkömmliche Medien wie Bild, Folie, Arbeitsblatt, Atlas, Heft, Buch, Audio, Video und Film in Zukunft überflüssig werden. Der Computer steht folglich nicht im Vordergrund, sondern er motiviert zusätzlich und erleichtert das Lernen. Lernen ist nach wie vor nur mit Methodenvielfalt interessant und effektiv. Neue Medien helfen, die Lernzeit der Schüler durch zusätzliche Aktivität effektiver zu nutzen. Dabei bieten die neuen Medien neue Lernchancen, da sie z. B.

- an die Medienerfahrung der Lernenden anknüpfen
- als Werkzeuge und Arbeits- und Lernmittel neue Erfahrungsräume schaffen
- zu selbstständigem Lernen anregen
- den Schülern mehr Gestaltungsfreiheit bieten
- eigenständiges sowie aktives und konstruktives Arbeiten in Einzel-, Partner-
x und Gruppenarbeit fördern

"Baustein Naturwissenschaften"

Dem naturwissenschaftlichen Unterricht kommt in unserer Gesellschaft eine zunehmend größere Bedeutung zu. In der FES versuchen wir, diesen erhöhten Anforderungen mit verschiedenen Maßnahmen Rechnung zu tragen:

- Der Unterricht in allen naturwissenschaftlichen Fächern wird von Klasse 5
x an voll erteilt.
- Im Differenzierungsangebot ab Klasse 7 (derzeit noch nach Kl. 8) werden
x stets zwei naturwissenschaftliche Schwerpunkte eingerichtet (derzeit Physik und
x Biologie)
- Wir nehmen am Initiativprogramm des Schulministeriums zur Stärkung des
x naturwissenschaftlichen Unterrichts teil.

Schwerpunkte des naturwissenschaftlichen Unterrichts in den einzelnen Klassenstufen

Klasse 5/6 Erprobungsstufe

Mathematik/Naturwissenschaften

 In der Erprobungswelt der Schüler (Umwelt, Natur und Wohnbereich) werden naturwissenschaftliche Phänomene aufgedeckt und mit allen Sinnen (visuell, akustisch, ertastend,.....) erfasst.
Exemplarische Themen: Haustiere, einfache elektrische Geräte, Zimmerpflanzen, Größenordnungen
______________________________________________________________________________________________
Klasse 7/8

Mathematik/Physik/Biologie/Chemie

Erklärungen und Beschreibungen einer erweiterten Wahrnehmungswelt der Schüler führen zu Grundkenntnissen in den einzelnen Disziplinen. Systeme, Abhängigkeiten und Strukturen werden z.B. bei Mensch, Tier, Pflanzen, Nahrungsmitteln, technischen Hilfsmitteln usw. bewusst gemacht.
Im Wahlpflichtbereich geschieht dies durch besonders intensives Kennen lernen der Fachbereiche und ihrer jeweiligen Arbeitsmethoden.
______________________________________________________________________________________________
Klasse 9/10

Mathematik/Physik/Biologie/Chemie


Über den eigenen Erfahrungsbereich erschließen sich die Schüler die Mikro- und Makrowelt. (Beispiel.: Atomaufbau, Zellaufbau, Atomkraftwerk, Gentechnik,.....). Durch naturwissenschaftlich-technische Arbeitsweisen und Modellbildungen erweitern die Schüler ihre Kenntnisse. Die Naturwissenschaften und das Fach Mathematik erfahren in Verbindung mit den Gesellschaftswissenschaften eine Einordnung in den gesellschaftlichen Konsens.

Im 7. Schuljahr erfolgt für alle Schüler/Schülerinnen eine informationstechnische Grundbildung in Excel. In den Klassen 9 und 10 bieten wir im Wahlpflichtbereich auch das Fach Technik an.
Von der Klasse 9 an kann dann im Wahlpflichtbereich auch das Fach Informatik (Anfänger und Fortgeschrittene) gewählt werden.
Außerschulische Aktivitäten im Bereich der Naturwissenschaften

" z.B. in Klasse 5/6: Besuch des Aqua-Zoos in Düsseldorf

" z.B. in Klasse 7-10: Besuch des Röntgenmuseums in Remscheid Betriebserkundungen

" Daneben: Projekte - wie z.B. zur Sonnenfinsternis etc.

Seit dem Schuljahr 1999/2000 läuft das Projekt MatheF.E.S.t
MatheF.E.S.t bietet jeden Monat eine mathematisch-naturwissenschaftliche Aufgabe zum Knobeln und Basteln für je 2 Jahrgangsstufen (5/6, 7/8, 9/10). Jeden Monat wird ein Monatssieger ermittelt und mit den Ergebnissen aller Mitspieler ausgehängt. Um als Gesamtsieger in einem Halbjahr ermittelt zu werden, ist die Teilnahme bei mindestens 4 Aufgaben erforderlich.

Die Spielregeln:
Die Bewertung der Aufgaben geschieht nach folgenden Kriterien:
- Wie gut (verständlich) ist die Lösung dargestellt?
- Wie ungewöhnlich (gegenüber einer Klassenarbeitsaufgabe) ist die Lösung?
- Wie witzig ist die Lösung?
- Wie viele verschiedene Lösungen sind dargestellt?
- Welche Ideen liefert die Aufgabe darüber hinaus?
- Wie übersichtlich/deutlich sieht die Lösung aus?

Akzeptiert werden alle Hilfsmittel wie Taschenrechner, Computer, Zeitschriften, Internet, CD-Rom, Lexika, kluge Mitmenschen usw.. Diese "Hilfsmittel" sollen bei den Lösungen angegeben werden.
Als Darstellungsformen sind neben exakten Rechnungen auch Skizzen (Planfiguren), maßstäbliche Zeichnungen, näherungsweise Lösungen, etc. erwünscht.

"Baustein Sport"

Sport in der Schule leistet einen wesentlichen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung und Erziehung.
Er fördert die motorische Entwicklung, die individuelle Leistungsbereitschaft, die Leistungsfähigkeit und die Selbsterfahrung. Auch vermittelt er Schlüsselqualifikationen im Bereich von sozialem Verhalten und Werteorientierung.
Sport in der Schule muss berücksichtigen:

- Defizite der motorischen Entwicklung durch mangelnde Bewegungserfahrungen
  xund -reize,
- Verlust an eigenständiger Erschließung durch eine veränderte Umwelt,
- Rückgang von Sozialkontakten,
- Mangelnde körperliche Belastungsfähigkeit,

Sport, Spiel und Bewegung sind von daher eine über den Sportunterricht hinausgehende Aufgabe der Schule.
Sport führt zur Identifikation mit der Schule und hat an der FES einen hohen Stellenwert. Ein besonderer Schwerpunkt des Schulsportjahres sind die Sportfeste, die zweimal im Jahr stattfinden:

" Im Frühsommer oder Frühherbst (abhängig von der Zeit der Sommerferien)
x findet ein Leichtathletiksportfest statt.
" Gegen Ende des Schuljahres liegt das "Spielesportfest" als Höhepunkt des
x Schulsportjahres:

Entsprechend dem schuleigenen Lehrplan kämpfen die Klassen der einzelnen Jahrgangsstufen in der jeweiligen Schwerpunkt-Ballsportart. Dazu wird jede Klasse in drei Leistungsgruppen eingeteilt, innerhalb derer jeder gegen jeden spielt. Der sportpädagogische Grundgedanke dabei ist, dass jeder Schüler mitspielt und der Schwächste genau so viele Punkte in die Wertung der Gruppe einbringt wie der Stärkste.

" Weitere schulsportliche Aktivitäten an der FES
- regelmäßige Teilnahme an den Kreismeisterschaften in Ballsportspielen
- Durchführung von freiwilligen Sport-AG's (Schüler der Klasse 10),
x z. B. Mädchenfußball, Jungenfußball, Tischtennis, Tanz u.a.
- Wanderfahrten bzw. Tagesausflüge mit sportlichem Schwerpunkt
- Kooperation mit Ratinger Vereinen
- Teilnahme am Neujahrslauf der Stadt Ratingen und Charity Walks für soziale
x Zwecke

"Baustein Berufswahlreife"

Hier geht es zu den Detailinformationen >>>   Konzept Berufsorientierung ( Anlage  37 )

Die Berufswahlvorbereitung, die an der FES intensiv und fächerübergreifend in den Jahrgangsstufen 9 und 10 stattfindet, beginnt aber schon in der Klasse 8 mit einer Vorbereitungsphase, in der die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler für ihre berufliche Orientierung geweckt werden soll.
Fächerübergreifende Unterrichtseinheit: Die Fächer Deutsch, Politik, Erdkunde, Geschichte, Praktische Philosophie, Religion und Kunst beleuchten die Thematik Arbeitswelt, Arbeitschancen, Arbeitsgefahren sowie Arbeitszufriedenheit von verschiedenen Perspektiven aus.

Praktikum:
Die Schüler der Klassen 9 absolvieren ein zweiwöchiges Ganztagspraktikum. Das Praktikum wird mit dem Klassenlehrer vor- und nachbereitet wie auch ausgewertet.

Projektwoche: Die Schüler der Klassen 9 erhalten in verschiedenen Betrieben Einblick in die Arbeitswelt und trainieren Vorstellungsgespräche und Einstellungstests. Der thematische Schwerpunkt der Projektwoche entwickelt sich jeweils aus den Unterrichtsinhalten der besonders beteiligten Fächer und den planenden Fachlehrern, dem Schülerinteresse und den Angeboten und Möglichkeiten der beteiligten außerschulischen Partner.

Berufsberatung durch Lehrer: Die Schüler/innen werden von Klassen- und Fachlehrern in Berufsfragen beraten.

Infowand in den Klassenräumen: Fortwährende Information der Klassen 9 und 10 über Termine und Veranstaltungen von Firmen und weiterführenden Schulen.

Vorstellung der Bildungsgänge des benachbarten Adam-Josef- Cüppers-Berufskollegs
Besuch des Berufsinformationszentrum (BIZ):
Die Schüler/innen der Klassen 9 besuchen gemeinsam das BIZ und lernen die dortigen Informationsmöglichkeiten kennen.

Berufsberatung der Agentur für Arbeit in der Schule: Die Mitarbeiter dieser Agentur informieren die Schüler der Klassen 9 bezüglich der Berufsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

Top Job Börse: Besuch der Berufsinformationsbörse für Eltern und Schüler/innen der Klassen 8 bis 10.

Projekttage zur Jungen- und Mädchenförderung

Schüler/innen haben zu Sprechzeiten Gelegenheit, in der Schule aktuelle Informationsbroschüren, Anschriften und Gesprächspartner zu Fragen betrieblicher und schulischer Bildung und Ausbildung vermittelt zu bekommen.

"Baustein Soziales Lernen"

Am Beispiel des Streitschlichter-Programms Seit dem Schuljahr 1998/99 ist an der Friedrich-Ebert-Realschule eine neue Konfliktkultur etabliert worden. Das Projekt Schüler-Streit-Schlichtung ist Bestandteil unseres Schulprofils im Sinne einer Qualitätsverbesserung.

Das Programm

Nach einjähriger Ausbildung stehen in diesem Schuljahr siebzehn Streitschlichter/innen der Klassen 10 ihren Mitschülern zur Verfügung. Diese neue Möglichkeit, der Gewalt unter Schülern/Schülerinnen zu begegnen, stellt eine Form dar, die mit der Vorstellung bricht, nur Lehrer/innen müssten Konflikte zwischen Schülern lösen und ihnen mit den bekannten administrativen Maßnahmen begegnen.
Im Rahmen des bei uns laufenden Streit-Schlichter-Programms übertragen die Gremien bestimmten ausgewählten und ausgebildeten Schülern die Verantwortung für das Zusammenleben an der Friedrich-Ebert-Realschule.
In den letzten sieben Jahren hat sich das Interesse der Schüler/innen an der Streitschlichterausbildung im Wahlpflichtunterricht der Klassen 9 erheblich gesteigert. So nehmen zur Zeit 18 Schüler/innen an diesem Programm teil. Sie haben sich für diese Aufgabe durch ihre Erstwahl im Wahlpflichtfach II entschieden, um in Klasse 10 das Amt des Streitschlichters ehrenamtlich auszuführen. Einige dieser Streitschlichter/innen stellen sich Schülern, die besondere Probleme z.B. in den Pausen haben, als Paten zur Verfügung.

Schüler-Streit-Schlichtung ist ein Gewinn für alle Beteiligten:

Für die Schüler/innen gilt:

- Die Schlichter/-innen - auch Mediatoren genannt - sprechen die Sprache der
xKonfliktparteien und können die Probleme hierarchiefrei und unparteiisch angehen.
- Die Streitparteien können sich nach erfolgter Schlichtung ohne Angst wieder
x begegnen. - Beide Parteien haben ihr Gesicht gewahrt.
- Alle Beteiligten haben die Möglichkeit, einen Streit gewaltfrei zu lösen
xkennengelernt.
- Schüler erfahren einen Konflikt als Neubeginn für positive gemeinsame Erfahrungen.
- Sie erlernen Fähigkeiten für eine Streitkultur für ihr späteres Leben.
- Die Schlichter professionalisieren auch ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten.

Für Lehrer/innen gilt:

- Sie werden bei Streitigkeiten durch die Streitschlichter entlastet.
- Das pädagogische Ziel, Konflikte gewaltfrei zu lösen, wird durch Schüler
x unterstützt.

- Gleiches gilt für das Ziel "Erziehung zur Selbstständigkeit"

Zur Ausbildung der Mediatoren
Vor der eigentlichen Ausbildung zum Streitschlichter lernen Schüler/-innen durch ein "Kooperatives Konfliktlösungsprogramm" z. B.

- Aktives Zuhören / Erkennen,
- Mitteilen von Gefühlen / Toleranz,
- Einfühlungsvermögen / Selbstkontrolle/Schlichtung in Rollenspielen
x und Gesprächsführung
- etc.

Folgebetreuung der Schlichter/Supervision

Die ausgebildeten Streitschlichter werden in Klasse 10 eingesetzt und weiter betreut. Die Supervision erfolgt durch den ehemaligen Ausbildungslehrer - jetzt Coach genannt. Der Coach hat die Aufgabe, den Rahmen für die Arbeit der aktiven Streitschlichter, den "Peer Group-Educators", zu schaffen und sie beständig zu unterstützen. (Dies betrifft: Schüler / Kollegium / Rahmenbedingungen) Der Coach agiert außerhalb des eigentlichen Rahmens der Schlichtung und sichert die Freiräume und Möglichkeiten der Schlichter und deren Eigenaktivitäten nach dem Motto: The Coach plays beside the line!

Baustein Fächerübergreifender Unterricht 

Hier geht es zu den Detailinformationen >>> fächerübergreifenden Unterricht

In unserer Gesellschaft werden Leistungen gefordert, denen fächerübergreifende Einsichten zugrunde liegen. In einer immer komplexeren Welt können Inhalte nicht isoliert betrachtet werden. Daher muss auch das Lernen der Schüler als komplexer Vorgang begriffen werden. Um komplexe Einsichten zu erlangen, wird neben dem linear angelegten Unterricht, der fachliche und disziplinäre Kompetenzen vermittelt, fächerübergreifender Unterricht durchgeführt, in dem Fächergrenzen überschritten und Fächer - und somit Fachwissen- vernetzt wird.

Folgende Themen sind an der FES derzeit fächerübergreifend festgeschrieben:

5. Klasse - Thema: Haustiere
7. Klasse - Thema: Lebensräume; Schwerpunkt Wald
8. Klasse - Thema: Gewalt
9. Klasse - Thema: Arbeitswelt

Daneben finden sich in allen Jahrgangsstufen Fächer zusammen, wenn es z. B. um aktuelle Anlässe, Jubiläen etc. geht. Um den Rahmen des Schulprogramms nicht zu sprengen, zeigen wir exemplarisch am Thema Lebensräume, Schwerpunkt Wald in den Klassen 7, was fächerübergreifendes Arbeiten für die FES bedeutet.

FüU - 7.Klasse Thema: Lebensräume, Schwerpunkt Wald


Fach Konkretisiertes Thema
Erdkunde
(Leitfach)
Vegetations- und Klimazonen
Bedeutung der Wälder
Nutzung der Wälder
Gefahren für Klima und Mensch
Biologie Fotosynthese, Stockwerke
Pflanzen und Tiere des Waldes
Chemie Waldsterben / Saurer Regen
Fotosynthese
Kunst/Textil Gestaltung von "Bäumen" mit Hilfe
verschiedener Techniken
Mathematik komplexe Aufgaben und deren
Lösungsverfahren


"Baustein Lernen lernen"

Hier geht es zu den Informationen über >>>  Lehrplan Methodentraining Klasse 5 

Die Formen des Lernens und das Wissen darüber, wie ein Mensch lernt, wandeln sich ständig. Daraus folgt für uns, dass wir unseren Schülern/innen geeignete Lernkonzepte und Lernumgebungen bieten müssen. Ziel ist eine selbstständig lernende Schülerschaft, die wichtige Qualifikationen erwerben muss. Gemeint sind Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen, also Kenntnisse / Fähigkeiten/ Fertigkeiten und Werteorientierungen, wie Selbstständigkeit, Methodenbeherrschung, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Zielstrebigkeit und Selbstregulierung. Hierbei sind flexible Transferleistungen erforderlich, die sich zur Bewältigung in vielen Anwendungssituationen, bzw. Lebenssituationen und unvorhersehbaren Anforderungen eignen. Unser Konzept soll Anregungen geben, schulisches Lernen auf die Entwicklung von Selbstlern- und Selbststeuerungsprozessen auszurichten. Für uns ist wesentlich, dass vom ersten Tag an alle Fächer an der FES daran arbeiten werden, Schülern das Lernen (und die Voraussetzungen für das Lernen) zu lehren. Im Folgenden wird exemplarisch dargestellt, welche Grundtechniken in der Klasse 5 durch unterschiedliche Methoden in den Hauptfächern vermittelt werden.

Methodentraining Klasse 5:


Fach Grundtechnik
Deutsch > z. B. Einüben von Lese- und Schreibtechniken
> Texte inhaltlich zusammenfassen
> Sinnentnehmendes Lesen
> Sinngestaltendes Lesen
Mathematik > Umgang mit Werkzeugen (Lineal, Geodreieck, Zirkel etc.
> Arbeit mit Diagrammen
Englisch > Vokabeln lernen über verschiedene Sinneskanäle
> Lautschrift erkennen und zuordnen

"Baustein Kooperation mit der Stadt Ratingen"

Seit 2003 existiert zwischen der FES und der Stadtverwaltung Ratingen eine Kooperationsvereinbarung. Das "Unternehmen Stadtverwaltung Ratingen" soll den Schülern im Verlauf ihrer Schullaufbahn als Modell der unternehmerischen Arbeitswelt in verschiedenen Jahrgangsstufen und verschiedenen Fächern begegnen. Weitere Zielsetzungen sind durch die Begriffe Berufswahlorientierung, Arbeitsweltorientierung, Handlungsorientierung und Öffnung von Schule und Unterricht umrissen. Die Aktivitäten sind Bestandteil der schulinternen Lehrpläne der FES.

Die Vereinbarungen sehen folgende Kooperationsformen vor:

> Unterricht im Unternehmen und Betriebserkundung
> Experten in Schule und Unterricht
> Beschaffung / Verwendung von Informationsmaterialien

Derzeit kooperieren folgende Fächer in folgenden Klassen mit der Stadtverwaltung Ratingen als Wirtschaftsunternehmen:

Fach Klasse Thema Kooperationspartner
Erdkunde 6 Arbeit mit Karten und Maßstäben Planungs- und Vermessungsamt
Geschichte 7 Die mittelalterliche Stadt Kulturamt
Biologie 8 Gewässeranalysen Grünflächenamt
Sozialwissenschaften 8 Wer hat die Macht
in Ratingen
(Machtstrukturen einer
Kommune)
Ratsmitglieder der Stadt Ratingen
Kunst 9 Entstehung einer
Ausstellung im städt. Museum
Städt. Museum
Deutsch 9 Vorstellungsgespräche
und Umgangsformen
Personalamt der Stadt
Geschichte 9 + 10 Ratingen in der Zeit
von 1933 bis 1949
Stadtarchiv
Religion
Prakt. Philosophie
10 Liebe und Ehe -
staatliches Eherecht
Standesamt




Wir bitten alle am Schulprogramm beteiligten Gruppen
(Eltern, Schüler/-innen, Lehrer/-innen) darum, sich auch weiterhin in den verschiedenen
Mitwirkungsgremien mit diesem Programm auseinander zu setzen und es durch Kritik,
Anregungen, Ideen etc. weiter zu entwickeln.
Die Planungskommission freut sich auf Ihre Beiträge.